Das Herz rast, die Luft wird knapp, ein Gefühl von Kontrollverlust — Angsterkrankungen zeigen sich auf sehr unterschiedliche Weise, haben aber eines gemeinsam: Sie schränken den Alltag oft erheblich ein, obwohl die objektive Gefahr meist gering ist. In der Praxis Dr. Röttig in Halle bildet die Behandlung von Angsterkrankungen einen fachlichen Schwerpunkt — von der Panikstörung über die Agoraphobie bis hin zu spezifischen und sozialen Phobien.
Welche Angsterkrankungen gibt es?
Angsterkrankungen treten in unterschiedlichen Formen auf:
- Panikstörung: plötzliche, intensive Angstanfälle mit körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Atemnot oder Schwindel — oft ohne erkennbaren Auslöser.
- Agoraphobie: Angst vor Orten oder Situationen, aus denen eine Flucht schwerfallen könnte oder in denen im Notfall keine Hilfe verfügbar wäre, etwa Menschenmengen oder öffentliche Verkehrsmittel.
- Spezifische Phobien: ausgeprägte Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen, zum Beispiel Höhen, Tieren oder engen Räumen.
- Soziale Phobie: starke Angst vor Situationen, in denen man von anderen beobachtet oder bewertet werden könnte.
Allen gemeinsam ist ein Muster, das die Angst über die Zeit aufrechterhält: Vermeidung. Wird eine angstauslösende Situation umgangen, sinkt die Anspannung kurzfristig — die Angst selbst bleibt dadurch aber langfristig bestehen oder verstärkt sich sogar.
Wie kann Verhaltenstherapie helfen?
Die Verhaltenstherapie zählt zu den am besten untersuchten Methoden im Umgang mit Angsterkrankungen. Zentral ist dabei die Exposition: das schrittweise, begleitete Aufsuchen genau jener Situationen, die Angst auslösen — ohne die gewohnte Vermeidung oder Fluchtreaktion. So macht das Gehirn die Erfahrung, dass die befürchtete Katastrophe ausbleibt und die Angst von selbst wieder abklingt.
Ergänzend dazu wird gemeinsam erarbeitet, wie sich angstverstärkende Gedankenmuster erkennen und verändern lassen, und welche Rolle das eigene Verhalten in der Aufrechterhaltung der Angst spielt. Auch hier gilt: Verhaltenstherapie funktioniert am besten mit aktiver Mitarbeit und im gemeinsamen, gut strukturierten Vorgehen.
Einzel- oder Gruppentherapie
Die Behandlung ist sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting möglich. Gerade bei sozialen Ängsten kann die Gruppe einen zusätzlichen Nutzen bieten: ein Raum, in dem angstbesetzte Situationen in einem geschützten Rahmen geübt werden können, und der Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen kennen.
Wie läuft der erste Kontakt ab?
Der Einstieg erfolgt über die Psychotherapeutische Sprechstunde. In bis zu drei Terminen von jeweils maximal 50 Minuten wird gemeinsam eingeordnet, wie sich die Beschwerden zeigen und welches weitere Vorgehen sinnvoll ist. Im Anschluss folgen bei Bedarf bis zu vier probatorische Sitzungen, bevor die eigentliche Therapie beginnt.
Angsterkrankungen behandeln in Halle
In der Praxis Dr. Röttig im Steintorpalais in Halle liegt ein fachlicher Schwerpunkt auf der verhaltenstherapeutischen Behandlung von Angsterkrankungen — wissenschaftlich fundiert, transparent und im gemeinsamen Austausch.
Praxis Dr. Röttig Am Steintor 14, 06112 Halle (Steintorpalais, 3. Etage) Telefon: 0345 24981750 · kontakt@psychotherapie-roettig.de
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Diagnostik oder Beratung. Bei Fragen zu einer möglichen Behandlung steht die Psychotherapeutische Sprechstunde zur Verfügung. Bei akuten Krisen oder Suizidgedanken wenden Sie sich bitte umgehend an die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222) oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117).
